Manuelle Therapie nach dem Maitland® Konzept

Das Maitland® Konzept ist ein Konzept der Manuellen Therapie zur Befundaufnahme und Behandlung von Funktionsstörungen im Gelenk-, Muskel-, und Nervensystem. Die Besonderheit des Konzeptes liegt in der Verknüpfung der individuellen und angepassten Befunderhebung und Behandlung des Patienten mit den klinischen Erfahrungen des Therapeuten und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Neben den passiven
Gelenkmobilisationen und -manipulationen an den Extremitäten und der Wirbelsäule, werden neurodynamische Techniken, Muskeldehnungen, stabilisierende Übungen und individuell adaptierte Heimprogramme  eingesetzt (imta.ch 2014).

McKenzie Konzept

Die McKenzie Methode® - Mechanische Diagnose und Therapie® (MDT) ist eine international anerkannte Methode zur Diagnostik und Behandlung von Schmerzen an Wirbelsäule und Extremitäten. Der neuseeländische Physiotherapeute Robin McKenzie entwickelte sie. Fachleute wenden sie seit mehr als  30 Jahren auf der ganzen Welt an.  Die Philosophie von MDT beinhaltet Aufklärung und eine aktive Teilnahme des Patienten. Ein bedeutsamer Bestandteil ist die Erstuntersuchung – ein sicherer und zuverlässiger Weg, um zu einer exakten Diagnose zu kommen. 

Mobilisierende Physiotherapie

Die mobilisierende Physiotherapie (früher oft Heilgymnastik/Krankengymnastik genannt) wird meist als Überbegriff für einen großen Teil der physiotherapeutischen Maßnahmen benutzt. Dazu zählen vor allem die Nachbehandlungen nach Operationen im orthopädischen oder unfallchirurgischen Bereich sowie die Rehabilitation nach Verletzungen.

Manuelle Lymphdrainage

Hierbei handelt es sich um eine sehr angenehme und ruhige Behandlungsmethode, die als Ziel die Stimulation des Lymphsystems und somit vor allem den verbesserten Abtransport von Gewebsflüssigkeiten (Schwellungen, Blutergüsse) hat. Lymphdrainagen werden bei postoperativen oder posttraumatischen Schwellungen aber auch bei sonstigen Ödemen angewendet.

Heilmassage und klassische Massage

Die klassische Massage ist ein manuelles Behandlungsverfahren, das überwiegend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparat eingesetzt wird. Vorwiegend wird die Massage als ergänzendes therapeutisches Mittel eingesetzt und dient dazu den schmerzenden verhärteten Muskel zu lockern. Als weitere Spezialmassagen werden Fußreflexzonenmassage und Bindegewebsmassage angeboten.

Fango - Wärmetherapie

Feuchte Wärme in Form von Fango (Naturmoor) wird direkt auf die Haut gelegt und durch einen Wärmeträger indirekt erwärmt. Diese Wärmetherapie wird meist ergänzend zu anderen physiotherapeutischen Methoden verabreicht. Die Wirkungsweise ist durchblutungsfördernd, entspannend und schmerzlösend.

Medizinische Trainingstherapie

Die medizinische Trainingstherapie dient dem Aufbau und der Wiederherstellung von muskulären Defiziten, die im Rahmen von Erkrankungen und Verletzungen des Halte- und Bewegungsapparats aufgetreten sind. Die medizinische Trainingstherapie hat das Ziel, Bewegungsmuster anzubahnen und eine Mobilisation funktioneller Bewegungsketten zu erreichen. In erster Linie werden Muskelausdauer und Muskelkraft durch gezieltes Krafttraining aufgebaut, begleitend werden komplexe Bewegungsmuster und die Koordination verbessert. Auch ohne Geräte können nahezu alle Muskeln und Bewegungsmuster aktiviert und gekräftigt werden.

Schwindeltherapie

Vor allem der gutartige Lagerungsschwindel kann durch Physiotherapie in Form von Lagerungsmanöver (dem "werfen") sehr erfolgreich behandelt werden. Mit meist wenigen Wiederholungen können PatientInnen von diesem Schwindel befreit werden.

 

Auch bei anderen Schwindelformen kann die Physiotherapie ein wichtiges Element der Behandlung sein. Durch die Verbesserung der Gleichgewichtsreaktion kann das Sturzrisiko gelindert werden und vermeintliche "Schonhaltungen" können vermieden werden.

 

Beckenbodentraining

Ein nicht oder schlecht trainierter Beckenboden kann zu vielfältigen Problemen führen. Bei Frauen kann es infolge von Schwangerschaft und Geburt oder im fortgeschrittenen Alter zu Blasen- und Gebärmuttersenkungen kommen, was sich meist in Form einer Harninkontinez äußert. Bei Männern gehört das Beckenbodentraining zur Rehabilitation nach  Prostataoperationen.

 

Physiotherapeutische Prävention und Beratung

Unter physiotherapeutische Prävention wird das Arbeiten mit gesunden Personen sowie das Beraten dieser, ohne der Erfordernis einer ärztlichen Verordnung, verstanden.

Die Präventivmedizin richtet ihr Augenmerk auf die Analyse und Vermeidung von Fehlhaltungen und Fehlbelastungen im Alltag und am Arbeitsplatz. Belastungen im Lebens- und Arbeitsumfeld können nicht vermieden werden, aber es kann daran gearbeitet werden, dass diese Belastungen nicht zu Beschwerden werden.

Taping

Kinesio Taping ist eine besondere Form des Tapings, bei der elastische Klebestreifen auf die Haut aufgeklebt werden um verschiedene Effekte zu erzielen. Indikationen sind  posttraumatische und postoperative Schwellungen, lymphatische Ödeme und Schwellungen im Bereich der Gelenke bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Kinesio Tapes werden zur Verbesserung der Durchlutung und des Lymphabflusses, zur Schmerzlinderung, zur Lenkung der Bewegungsrichtung, zur Verbesserung der Wahrnehmung und des Muskeltonus eingesetzt.

Kieferbehandlungen

Störungen des Bewegungsapparates können auch im Zusammenhang mit den Kiefergelenken gesehen werden. Die vom craniomandibulären System ausgehenden Störungen können sich in den unterschiedlichsten Regionen des Bewegungsapparates äußern. Somit kann über eine Kiefergelenks-Behandlung auf den restlichen Bewegungsapparat Einfluss genommen werden und umgekehrt. Bei folgenden Störungen bzw. Symptomen ist eine Kieferbehandlung besonders wichtig: Mundsperre, Zähneknirschen, knackende oder knirschende Kiefergelenke, Tinnitus, Schwindel, Kopfschmerzen und viele mehr. 

Kryotherapie

Unter Kryotherapie wird die Anwendung von Kälte zu therapeutischen Zwecken verstanden.  Lokale Kälteanwendung wird zur Abschwellung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung genutzt.

Triggerpoint Therapie

Triggerpunkte haben ihre eigenen charakteristischen Ausstrahlungsgebiete und sind knotige Veränderungen in einem Muskelfaserbündel. Ihre mechanische Reizung führt oft zu einem Übertragungsschmerz in entfernten Körperregionen.